Musik und Wort Gottesdienst
Zwölfmal Jesus
Wir wissen viel über Jesus und gleichzeitig wissen wir fast nichts über ihn:
Das Neue Testament, das schier überquillt von Berichten über Jesus – Zeugnisse des Glaubens; Gottessohn, auf der einen Seite. Andererseits kritische Historiker, die sagen, dass es wohl nicht viel mehr Gesichertes über Jesus zu sagen gibt, als dass es ihn gegeben haben wird: Einen Jesus in der Provinz Judäa, der eine grosse Ausstrahlung auf Menschen gehabt haben muss und am Schluss eines gewaltsamen Todes gestorben ist.
Zwei Perspektiven auf den einen Menschen Jesus.
Und weil wir zur Fraktion der Glaubenden gehören, lesen wir seine Geschichten und sehen dabei: Der Evangelist Matthäus malt ein anderes Bild als Markus und wiederum ein anders Bild als Lukas und von Johannes wollen wir gar nicht erst sprechen. Und die Perspektive von Paulus ist auch wieder eine andere. Fünf Perspektiven auf den einen Menschen Jesus.
Und Sie? Sie kennen Jesus ja nur aus Erzählungen. Wie würden Sie Jesus beschreiben? Den einen wird der Geschichtenerzähler Jesus wichtig sein. Dem Politischen hingegen, wie Jesus sich für Gerechtigkeit auf der Welt eingesetzt hat. Dem anderen, dass Jesus der Christus ist, Gottes Sohn. Und so weiter. Oder haben Sie ihn vielleicht doch persönlich erlebt? Hunderte Perspektiven.
Im Gottesdienst Musik und Wort von 22. Februar wollen wir zwölf Perspektiven auf Jesus werfen. Zwölfmal Jesus.
Sechs davon sind musikalischer Art: Der Brienzer Organist, Raphaël Gogniat, hat vor 25 Jahren eine kleine Orgelsuite aus sechs Chorälen komponiert, die anhand der Feste des Kirchenjahres (Advent, Weihnachten, Passion, Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten) ein zeitgenössisches Bild von Jesus zeichnen möchten. Ausserdem wird er barocke Stücke von Bach, Bruhns und Lübeck spielen. Pfarrer Martin Gauch wird in seinen Texten weitere Aspekte von Jesus herausstreichen, die sich zum Teil widersprechen, die aber in ihrer Gesamtheit, gemeinsam mit der Musik, ein fertiges Mosaik ergeben: Zwölfmal Jesus – ein grosses Bild.
Pfarrer Martin Gauch
Taxidienst: Bitte bei Sonja Sterchi, 033 951 04 50 oder 079 398 34 35 bis am Sonntagmorgen um 9.00 Uhr anmelden.
Anschliessend Apéro in der Pfrundscheune
Kirche Brienz